Die Sassi sind weltweit einzigartig, ein Ort, in dem Raum und Zeit sich magisch vermischen. Ein Naturspektakel, aber auch eine Kulisse, aus der man dank menschlicher Eingriffe die Ereignisse und Epochen der Geschichte heraus lesen kann.
Der älteste Kern der Stadt ist Civita, im Schatten der Kathedrale, an deren Seiten zwei Stadtviertel stehen: Sasso Barisano und Sasso Caveoso.
Die Sassi sind ein Labyrinth aus Häusern, Gängen, Kirchen und Grotten. Konstruktionen, die zur Ausnutzung jeden Zentimeters und um Grundbedürfnissen wie der Sammlung und Kanalisation von Regenwasser gerecht zu werden, übereinander geschichtet wurden.
Die Wohnungen in den Sassi sind jede anders, je nach dem historischen Moment ihrer Entstehung und der orographischen Lage. Eine der interessantesten dieser Wohnungen ist die Casa Grotta Vico Solitario, heute Museum. Die Räume reproduzieren originalgetreu das Leben aus der ländlichen Zeit.
Viele Dutzend Felsenkirchen gibt es in der Stadt, Hunderte gar im gesamten Gebiet der Schlucht, und wie bei den Wohnungen erkennt man auch in diesen Sakralbauten die verschiedenen historisch-architektonischen Perioden. Sie reichen von der Romanik Apuliens des Doms und der Kirche San Giovanni bis zum Barock von San Francesco und der Chiesa del Purgatorio.
Nach ihrem Verlassen haben die Sassi in den vergangenen 15 Jahren eine enorme Aufwertung erfahren und es gab zahlreiche Eingriffe zur Renovierung und Restaurierung.
1993 wurden die Sassi als erster süditalienischer Ort in die Liste der UNESCO für das Weltkulturerbe, der “World Heritage List”, aufgenommen.
Dank ihrer Besonderheit und Schönheit sind die Sassi auch eine beliebte Kulisse für viele erfolgreiche Filme: eine natürliche Filmkulisse, geradezu ein Filmset unter freiem Himmel, das von vielen italienischen und ausländischen Regisseuren geschätzt wird.



