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Felsenkirchen  
Begegnung zwischen Kunst und Religion

Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, eine unglaubliche Reise zwischen Kunst und Religion: Klöster, Wallfahrtsorte, frühgeschichtliche Pfarreien, bischöfliche Einrichtungen… etwa 150 Sakralbauten, in denen sich verschiedenartigste Stile und religiös-historische Einflüsse vermischen.

Der historische Park der Felsenkirchen findet sich innerhalb des weitläufigsten Park der Murgia von Matera. Auf Rundgängen kann man die in die Felsen gegrabenen Kirchen besuchen, mit ihren Fresken von Christus, der Jungfrau, von Heiligen und Aposteln. Hier treffen auf aufregende Weise byzantinische und westliche Stilrichtungen aufeinander.

Die Kirche Madonna Delle Tre Porte befindet sich auf der Murgia Timone. Hier findet man Fresken aus dem 12. Jahrhundert, darunter eine Madonna mit Kind aus byzantinischer Zeit. Gegenüber, die Kirche Madonna Della Croce, leicht erkennbar an den auf die Wände gemalten Kreuzen. Auf dem Lünettenfresko der Apsis eine typisch orientalische Madonna mit segnendem Kind und den Erzengeln Raffael und Gabriel an den Seiten.

San Pietro In Principibus
, auf der Via Appia, ist dem Hl. Petrus geweiht. Sie wurde errichtet, um den Aufenthalt des Patriarchs auf seiner Reise nach Rom zu zelebrieren und steht inmitten eines suggestiven Szenariums von Grotten und Ställen.

Info:
www.parcomurgia.it
info@parcomurgia.it
Via Sette Dolori, 10
Tel. (0039) 0835 336166
Öffnungszeiten: täglich 8:00-14:00, dienstags und donnerstags auch 16:00-18:00

Felsenkirchen innerhalb der Sassi

Weitere Felsenkirchen befinden sich innerhalb der Sassi, wie z.B. San Pietro Barisano. Sie wurde 1755 von den Eheleuten Francesco Gattini und Candida Venusio errichtet und hat eine Fassade mit einer vierblättrigen Fensterrose. Und sie besitzt einen versteckten Schatz: bei den Restaurationsarbeiten wurde in der Tat eine verborgene Kapelle entdeckt. An den Wänden, wertvolle Fresken aus dem 16. Jahrhundert.

Santa Lucia alle Malve ist eine der an Bildern reichsten Kirchen. Sie wurde im 11. Jahrhundert als Kloster von Benediktinerschwestern gegründet. Ihre Fresken sind Werke verschiedener lateinischer wie auch orientalischer Stilrichtungen.
Bis 1283 war sie von Benediktinerschwestern bewohnt. Die wertvollen Fresken sind augenscheinlich von lateinischer wie auch orientalischer Machart.

Der Felsenkomplex Convicinio di Sant’Antonio besteht aus vier Kirchen, die sich in Stil und Bauweise voneinander unterscheiden: San Primo, San Donato, Sant’Eligio e Sant’Antonio Abate.
In den vergangenen beiden Jahrhunderten wurden die Kirchen als Keller genutzt.

Der Sasso Caveoso steht im Schatten des Monterrone, auf dem sich die Kirchen Santa Maria de Idris und San Giovanni Monterrone befinden.Die beiden Kirchen sind durch einen inneren Gang verbunden und bilden so ein Gesamtbild seltener Schönheit.

Santa Maria de Armenis besitzt ein großes, schmückendes Portal, das sich auf einen Innenhof öffnet. Im Innenraum unterteilen Arkaden die Kirchenschiffe, auf denen noch viele Spuren von Fresken zu sehen sind, die sie in früheren Zeiten schmückten. Heute finden in der Kirche häufig interessante Ausstellungen statt.

Santa Barbara ist eine einschiffige Kirche mit wertvollen Fresken, darunter eines mit weltlichem Inhalt. Die Kirche ist in Privatbesitz.

Der Felsenkomplex aus Madonna delle Virtù und San Nicola dei Greci ist einer der wenigen restaurierten Sakralbauten. Er beherbergt internationale Skulpturausstellungen.


Die Krypta Dello Spirito Santo befindet sich im Zentrum Materas. Sie war eine der sieben benediktinischen Ansiedlungen der Stadt. Bei Restaurierungen kamen die unterirdischen Räume ans Licht. Ihre Struktur ist dreischiffig, das rechte ist quadratisch mit einer Vierungskuppel, deren dicke Grate aus der Felsmasse modelliert worden sind. Von den Fresken aus dem 12. Jahrhundert, mit denen die Kirche geschmückt war, sind nur einige zu sehen.

Der Innenraum der Krypta del Peccato Originale ist das bedeutendste Werk hochmittelalterlicher Malkunst im Mittelmeerraum. Aufgrund ihres hohen theologisch-künstlerischen Wertes wurde diese Kirchengrotte auch als „Sixtinische Kapelle“ der Felswandmalerei bezeichnet.
Diese Krypta ist auch unter dem Namen „Grotta dei Cento Santi” bekannt, aufgrund ihrer zahlreichen Fresken mit Heiligen vom Beginn des 9. Jahrhunderts.